Da wir häufig gefragt werden, möchten wir hier das Thema der Nutzung der Powerstation mit einem Balkonkraftwerk noch mal kurz erläutern und bitten Fragen unten in den Kommentaren (statt per Telefon oder E-Mail zu stellen)

Sofern die Leistungsdaten von dem Balkonkraftwerk mit der Powerstation kompatibel sind, lassen sich diese Geräte prinzipiell koppeln und sehr sinnvoll nutzen. So dient das Balkonkraftwerk nicht nur dem “tagsüber Strom sparen”, sondern macht Sonnenenergie auch noch nutzbar wenn die Sonne untergegangen ist (was viele Arbeitnehmer ohne Homeoffice betrifft). Weiterhin wird die Powerstation immer voll gehalten, was im Falle eines Stromausfalls komfortabel ist.

Als Balkonkraftwerke werden folgende kleine Solaranlagen bezeichnet

Als Balkonkraftwerk bezeichnet man allgemein hin Solarmodule die mit einem Wechselrichter direkt in die Steckdose (bzw. Wielanddose) einspeisen. Dies funktioniert nur wenn eine Netzfrequenz, also Wechselstrom anliegt. Balkonkraftwerke (bzw. die Wechselrichter) dürfen 600 Watt Einspeisung nicht überschreiten in Deutschland, und dienen dem Strom sparen, da der solare Strom primär verbraucht wird von laufenden Geräten und nur überschüssiger Strom zurück ins Netz geht (ohne Vergütung). Balkonkraftwerke funktionieren nicht bei Stromausfall und sind keine Blackout-Vorsorge.

Als Powerstations werden kompakte Speicherakkus mit integrierten Reglern und Ausgängen bezeichnet

Eine klassische Powerstation besteht aus Speicher-Akku, MPPT-Regler, transformierenden Gleichstrom- zu Wechselstrom-Umrichter an den Ausgängen. Idealer Weise werden LiFePo4-Akkus verwendet für eine lange Lebensdauer und weniger Brand- / Explosionsgefahr.

Zusammenschalten von Balkonkraftwerk und Powerstation

Sind Balkonkraftwerk und Powerstation bezüglich ihrer Leistungsdaten aufeinander abgestimmt, lassen sich diese sehr gut zusammen schalten und es entstehen mehrere Vorteile.

  1. Strom sparen durch das Balkonkraftwerk
  2. Die Powerstation wird immer voll gehalten
  3. Der tagsüber erzeugte Strom ist auch nach Sonnenuntergang noch nutzbar
  4. automatische Blackouthilfe (Gibt es keinen Netzstrom, wird 100% die Powerstation von den Balkonmodulen geladen)

Wirtschaftlich sinnvoll ist das ganze nur wenn man sowie so eine “große” Powerstation anschaffen möchte bzw. bereits besitzt und diese für den Blackout, früher genannt Stromausfall, im Notfall auch nutzen möchte, statt im Keller für den nächsten Urlaub zu lagern. Hierbei ist zu beachten, dass die mögliche Solare Eingangsleistung der Powerstation (insbesondere die Voltzahl) nicht kleiner sein darf als die der Module des Balkonkraftwerkes.

In diesem Fall kann man mit Hilfe eines Y-Kabelsets die Solarmodule vor dem Balkonkraftwerks-Wechselrichter mit der Powerstation parallel schalten. So teilen sich Powerstation und Balkonkraftwerkwechselrichter die solare Leistung und es sind folgende Nutzungsszenarien möglich:

  1. Ist die Powerstation voll geht die überschüssige Leistung automatisch voll an den Wechselrichter und ins Stromnetz
  2. Wird die Powerstation geladen, wird die Leistung aufgeteilt
  3. Ist Stromausfall und der Balkonkraftwerkwechselrichter arbeitet nicht, geht die volle Modulleistung in die Powerstation

Da Powerstations kompakte Geräte sind mit empfindlicher Elektronik und schwieriger Wärmeabfuhr ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll diese Geräte dauerhaft zu nutzen und täglich zu laden und zu entladen um vermeintlich Strom zu sparen. Faktisch spart man zwar Netzstrom, aber Geld wird man nicht sparen, da die teuren Geräte vermutlich früher kaputt gehen werden.

Von daher raten wir davon ab Solar Generatoren täglich zu nutzen und schon gar nicht Solargeneratoren die auf der kurzlebigeren Li-Ionen Technik basieren.

Ein Balkonkraftwerk macht vor allem dann WIRTSCHAFTLICH Sinn, wenn man tagsüber zu Hause ist und Strom verbraucht, ein Aquarium hat und auch sonst tagsüber (wenn die Sonne scheint) Strom verbraucht, Kühlschränke, W-Lan Router, programmierbare Waschmaschine, etc..

Generell macht ein Balkonkraftwerk Sinn wenn man den CO2 Ausstoß senken möchte und kein Problem damit hat dem Netzbetreiber überschüssigen Strom der tagsüber nicht verbraucht wird zu schenken (und dafür eigene Kosten von teils über 1000€ in Kauf nimmt)

Ein Balkonkraftwerk macht keinen Sinn als Stromausfall Vorsorge (es funktioniert nicht ohne Netzfrequenz aus der Steckdose).

Auch wenn man nur Abends zu Hause ist und Strom verbraucht wird man keinen wirtschaftlichen Nutzen haben. (Hat man einen alten Stromzähler zu erkennen an der drehenden Scheibe (und vergisst das Balkonkraftwerk anzumelden, so dass der Energieversorger i.d.R. sofort einen neuen Stromzähler einbaut) würde der Stromzähler tagsüber rückwärts laufen und so würde man tatsächlich “in Deutschland illegal” Geld sparen.)

Weitere Fragen beantworten wir gerne in den Kommentaren.

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