Hier Kurze Erklärung zum solaren Laden der Ecoflow river pro mit einem starren Solarkoffer, was eigentlich nur zeigen soll wie man 2 Module parallel verkabelt.

Kurz die technischen Grunddaten zur Ecoflow River Pro: 

Die Ecoflow River pro hat 720wh , 600 Watt Nennleistung , 1200 Watt Spitzenleistung und wiegt nur 7,6 kg. Ecoflow wirbt damit das mit X-Stream Technologie, die Station in nur 1,6 Stunden auf 80% voll geladen werden kann – aber leider nur mit Netzstrom.  Die Kapazität River pro kann mit einem weiteren Akku auf 1440 Wh erweitert werden, was auch an trüberen Tagen für ausreichend Energie sorgt.

ecoflow River Pro 720wh

Diese Werte und das geringe Gewicht sind natürlich nur möglich mit der Li-Ionen Akkutechnik. Diese Akkus sind in Fahrrädern, Handys, Notebooks verbaut und zeichnen sich durch geringes Gewicht und schnelle Leistungsaufnahme und Abgabe aus. Ein Nachteil der Li-Ionen Akkus ist, das diese wie in den Medien ab und an mal gezeigt, im Falle eines Fehlers auch heftig verbrennen können. 

Wir empfehlen deswegen die Ecoflow River Serie, aber auch die kleineren Delta Serien die auch auf Li-Ionen Akkus basieren, vor allem für den ultramobilen Einsatz wo es auf das Gewicht ankommt. z.B. Die River Serie für die Kühlbox, Handy und Notebook Laden.

Die Ecoflow Delta Serie auch für Kaffeemaschine, Mikrowelle unterwegs oder den kurzfristigen Einsatz von größeren Werkzeugen die entsprechende Spitzenleistungen benötigen.

Für den dauerhaften Betrieb (vor allem das dauerhafte Laden), in Heimanwendung oder als Notstromspeicher empfehlen wir LiFePo4 basierte Geräte. Diese können natürlich auch Fehlfunktionen haben, aber die LiFePo4 Batterie-Technik gilt als eigensicherer und bläst bei Fehlern Rauch ab, statt zu brennen. 

Nun zum solaren Laden.

Um die Ecoflow River Pro solar aufzuladen dürfen folgende Werte nicht überschritten werden: 200 W Solar (25 V; 12 A max.). Das ist ein Nachteil der kleineren Ecoflow Geräte. 200 Watt solarer Ladestrom  ist nicht besonders viel, insbesondere dann nicht, wenn man mit einem Zusatzakku auf 1440Wh erweitert hat. Bei 1440 WH würde es mit Wandlungsverlusten ca. 8 Stunden beste Sonne (Nennwert 1000 Lumen und 25 Grad Umgebungstemperatur) benötigen um den Akku und Zusatzakku komplett voll zu laden. Praktisch bedeutet das es dauert ca. 2 Tage bis die Station mit 200 Watt wieder voll ist. 

Viele nutzen dazu noch die faltbaren leichten Solartaschen aus Stoff und sind dann aber betrübt, dass insbesondere an heißen Tagen teils mit weniger als die Hälfte der Nennleistung geladen wird, so dass statt der angegebenen 4 Stunden für nur den 720Wh eher 8+ Stunden notwendig sind. Dieser hohe Leistungsabfall der flexiblen stoffummantelten Solartaschen ist physisch bedingt. Die Nennleistung von Solarmodulen wird bei 1000 Lumen Licht und 25 Grad angeben. Steht auf einem Modul 100 Watt liefert es dieses im Labor also nur unter diesen Bedingungen. In der Praxis haben 1000 Lumen Licht einen hohen Rotlichtanteil, der die dunklen Module sofort erwärmt und so dafür sorgt, dass die Ladeleistung abfällt. Durch den Stoff auf der Rückseite der Module kann die Wärme schlechter abgeführt werden als bei den klassischen Solarmodulen, so dass die Leistung bei hohen Temperaturen stärker fällt. 

Eine gute Ladeleistung auch bei höheren Temperaturen erhält man mit den starren Solarkoffern, die aus klassischen Solarmodulen bestehen.

Der starre Solarkoffer hat 2*100 Watt Solarmodule die auf den effizienten Sunpower Solarzellen beruhen. Die 22-24% Wirkungsgrad haben, statt der standardmäßigen 21-22%.  Der Hauptvorteil der starren Koffer ist jedoch der wetterfeste Alurahmen, so das die Geräte auch bei Feuchtigkeit über Nacht oder Regen auf der Terrasse stehen gelassen werden können.  (Auch wenn wir die dauerhafte Ladung und unbeaufsichtigten Betrieb der Li-Ionen basierten Powerstation nicht empfehlen möchten. )

Die bessere Wärmeabfuhr, da die Module nicht von Stoff umgeben sind, sorgen dafür das auch bei hohen Temperaturen vor allem im Sommer und Süden, eine höhere Ladeleistung möglich ist als bei den flexiblen Taschen. 

Die starren Solarkoffer können ohne weiteres 30 Jahre wie die Module auf dem Dach halten, während die flexiblen Koffer in der Daueranwendung teils schon nach 2 Jahren von Witterung und UV Strahlung zerbröseln. Siehe dazu auch unserer anderes Video.

Serienmäßig ist der Koffer für die Reihenschaltung entworfen um mit hoher Spannung 42 Volt und geringem Strom, bei weniger Verlustleistung die maximale Ladeleistung zu liefern. Da die River Pro aber nur maximal 25 Volt solaren Eingang verträgt, müssen die Solarmodule des Koffers für die River pro mit einem zusätzlichen Y-Kabel parallel geschaltet werden. Um so die Spannung auf 21 Volt zu halten und dafür die Stromstärke zu verdoppeln. Der höhere Strom sorgt zwar insbesondere bei langen dünnen Kabeln für mehr Verlustleistung, aber bei nur 200 und ca. 10 Ampere ist das bei den dicken Kabeln des Solarkoffers vernachlässigbar. Jedoch sollte man eventuelle Verlängerungen ausreichend dick dimensionieren.


Nachfolgend ein kurzes wie einfach das praktisch zu realisieren ist. 

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Als River Besitzer darf man nur die Parallelschaltung nicht vergessen und nicht zu experimentierfreudig sein. Wenn man Glück hat erscheint bei Überspannung an der Ecoflow River pro nur eine Fehlermeldung, wenn man Pech hat geht etwas kaputt. Da die Geräte mit 700€ bzw. aktuell fast 800€ teuer sind, haben wir Null Interesse an solchen maximalen Leistungstests. Wir betrachten diese für den langfristigen Einsatz gebauten Geräte wie Autos, wenn man hier regelmäßig Vollgas fährt kommt es früher oder später zu Schäden oder vorherigen Verschleiß. Diese elektronischen Geräte lassen sich zwar reparieren aber der Aufwand dafür liegt oft bei der Hälfte des Anschaffungspreises durch den Demontageaufwand auf Grund des kompakten oft auch verklebten Designs. 

Hier geht’s zum 200 Watt Solarkoffer, hier zur Ecoflow river pro und hier zu den Y-Kabeln für die Parallelschaltung.

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