Nur wenige efoiler fahren auch im Winter bei Schnee und Eis 😉

efoils sind teure SportgerÀte und werden oft ein halbes Jahr lang nicht genutzt. Folgende Tipps möchten wir zum Einlagern der efoils geben.

Lagern von Efoil-Bord und efoil-Antrieb

  1. Das Bord sollte vollstĂ€ndig mit SĂŒĂŸwasser gewaschen, trocken in einer StoffhĂŒlle gelagert werden (Nagetiere können SchĂ€den an EPP Boards, Stoff oder Kunststoffteilen verursachen)
  2. Der Motor und Antrieb sollten auch möglichst trocken sein und frostfrei eingelagert werden (eventuell verbleibendes Wasser kann durch Eisbildung SchÀden verursachen)
  3. Die Dichtungen sowie Antriebswelle sollte mit Silikonspray eingesprĂŒht werden. Schraubverbindungen können auch mit WD40 versiegelt werden. (WD40 auf Kunststoffteilen kann VerfĂ€rbungen und SchĂ€den verursachen)
  4. Die elektrischen Kontakte und Dichtungen sollten mit Elektrofett eingefettet bzw. mit Silikonfett versehen werden. Die Kontakte sollten weiterhin staubfrei mit vorhandenen Schutzkappen oder TĂŒten abgedeckt werden.
  5. Der Aluminium oder Carbonmast sollte gereinigt werden. Der Aluminiummast kann z.B. mit WD40 eingerieben werden um optische BeeintrÀchtigung durch Alukorrosion zu vermeiden.

Efoil Akku im Winter lagern

Besondere Aufmerksamkeit sollte den Akkus gewidmet werden. Auch diese mĂŒssen trocken und frostfrei gelagert werden. Temperaturen um die 15 Grad sind ideal, unter 10 Grad wird nicht empfohlen. Li-Akkus mögen es nicht voll gelagert zu werden aber können auch KapazitĂ€tsverluste bei lĂ€ngerer Nicht-Nutzung erleiden. Auf keinen Fall sollte man Li-Akkus leer lagern, da dies zu einer Tiefentladung unter der zulĂ€ssigen BMS Spannung fĂŒhren kann, so dass der Akku nicht mehr ĂŒber das BMS geladen werden kann und fachgerecht demontiert, reaktiviert werden muss. Auch sind SchĂ€den an den Zellen wahrscheinlich.

  1. Auch die Fernbedienung und das Sicherungsband sollten grĂŒndlich mit SĂŒĂŸwasser gereinigt werden. Der Akku der Fernbedienung sollte möglichst zwischen 40 und 80% geladen werden. Oft macht es Sinn die Fernbedienung in eine TĂŒte mit Reis oder Trockenmitteln ĂŒber den Winter zu lagern um eventuell ĂŒber die Saison eingedrungenes Wasser oder Kondensat restlos rauszuziehen und interne Korrosion zu vermindern. Gashebel und Knöpfe können mit Silikonspray behandelt werden.
  2. Auch der Antriebs-Akku sollte zwischen ca. 40-80% geladen werden vor dem lĂ€ngeren Einlagern. Hier streiten sich die „Experten“, manche empfehlen eine Entladung um nur 20% um im (unwahrscheinlichen) Fehlerfall die Brand- Explosionsgefahr geringer zu halten. Wir empfehlen ehr um die 60% aufwĂ€rts zu laden, da die Praxis zeigt, das oft vergessen wird monatlich zu kontrollieren und dann ggf. ein erschreckend niedriger Akkustand festgestellt wird. (Bei den Solargeneratoren mussten wir öfter Akkus regenerieren bzw. entsorgen, die vollstĂ€ndig tief entladen wurden und nicht mehr vom BMS-LadegerĂ€t aktiviert werden konnten.)

Da Li-Ionen-Akkus auch ohne Nutzung Energie verlieren z.B. weil das BMS (Batteriemanagementsystem) Strom zieht sollte jeden Monat der Ladezustand des Akkus kontrolliert werden und spÀtestens bei unter 30% auf ggf. bis zu 80% nachgeladen werden.

Die Akkus sollten auf feuerfesten Unterlagen (Steinen, Fliesen) fern von jeglichen Brennstoffen (in der NĂ€he von AusgĂ€ngen) gelagert werden. (Es gibt auch spezielle feuerfeste Boxen fĂŒr Akkus, die in GrĂ¶ĂŸe der efoil Akkus jedoch oft jenseits der 300€ kosten. Aber auch diese Boxen bieten im extremen Fehlerfall keinen großen Schutz bei Akkus der GrĂ¶ĂŸe eines 2000WH Efoil-Akku. Eine Lagerung in der Dusche oder Badewanne des GĂ€stebads kann auch eine Möglichkeit sein.) Offensichtlich defekte Akkus mĂŒssen umgehend entsorgt werden und dĂŒrfen nicht in GebĂ€uden gelagert werden. (Akkus die langsam durchgehen sollten im Wasser versenkt, explodierende Akkus können nur von der Feuerwehr bekĂ€mpft werden – giftige DĂ€mpfe, SĂ€ure beachten.) Efoil Akkus sind auf Grund ihrer GrĂ¶ĂŸe, den hohen Strömen im Betrieb und dem Kontakt mit Wasser im VerhĂ€ltnis besonders gefĂ€hrdet – dennoch ist eine Explosion Ă€hnlich selten wie ein Lottogewinn, der Schaden im Fehlerfall jedoch sehr groß!

efoil Akku Inbetriebnahme in der neuen Saison

Vor der Inbetriebnahme des Akkus in der neuen Saison sollte Fernbedienung und Akku 100% geladen werden. (Auch wenn der Akku 100% anzeigt, hat er vermutlich real keine 100% durch Messfehler des BMS.) Die erste Fahrt sollte dann auch nur schonend bis ca. 50% gehen um dann den Akku noch einmal restlos voll zu laden. Anschließend kann der Akku wieder normal benutzt werden.

Sollte der Akku dennoch gefĂŒhlt schneller leer sein und weniger KapazitĂ€t vorweisen als zuvor, sollte der Akku bis zur Schutzabschaltung leer gefahren werden und dann wieder ganz voll geladen werden um dem BMS neue Leer- und Vollspannungen, die reale KapazitĂ€t (Spannungen) der Zellen mitzuteilen (BMS-Reset). Auch kann es sinnvoll sein, nach dem vollstĂ€ndigen Laden den Akku lĂ€nger am LadegerĂ€t zu lassen, da bei manchen Herstellern das Cell-Balancing wesentlich lĂ€nger als der eigentliche Ladevorgang dauern kann.

Bord und Mast Inbetriebnahme

Board, Kabel und Mast sollten auf Korrosion und SchĂ€den geprĂŒft werden. Die Welle und Dichtungen sollten mit Silikonspray eingesprĂŒht werden und langsam per Hand gedreht werden. (LĂ€sst sich die Welle nicht mehr leicht drehen kam es vermutlich zur Korrosion durch Wasser im Motor und eine Reparatur, Abdichtung, Öl-BefĂŒllung ist erforderlich. Auf keinen Fall sollte ein von Hand schwergĂ€ngiger Motor an Strom angeschlossen werden, da dann die Spulen durchbrennen können und ein Totalschaden entsteht.)
Niemals sollte der Motor außerhalb des Wassers elektrisch schnell gedreht werden, da der trockene Betrieb zum Schmelzen der Wellendichtung fĂŒhren und so spĂ€ter Wasser eindringen kann.

Weitere Fragen beantworten wir gerne in den Kommentaren:

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