Der Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, erklärte der Welt am Sonntag „Das flächendeckende Stromausfälle nicht ausgeschlossen werden können und die Gefahr eines Blackouts gegeben ist”

Besonders lustig ist, dass er explizit die 650.000 verkauften elektrischen Heizlüfter erwähnt hat, welche bei einem Gasausfall ans Netz angeschlossen werden könnten und somit die Gefahr eines Blackouts vervielfachen. (Die Genies die auf die Idee gekommen sind müsste man eigentlich bei einem Blackout haftbar machen.)

Zur Erklärung:

Elektrische Heizlüfter, Föhn, Kochplatten, etc. sind elektrisch sehr ineffiziente Geräte mit einer hohen Verlustleistung und einem sehr hohen Stromverbrauch (Quasi abgeminderter Kurzschlussstrom) bei relativ wenig Heizleistung, welche das Stromnetz enorm belasten. In anderen Berichten haben wir vielfach davon abgeraten diese mit Powerstations zu betreiben, da selbst wenn das funktioniert der Akku enorm belastet würde und die verbrauchte Energie nicht schnell genug Solar nachgeladen werden kann.

Interessanter Weise erwähnt er auch den Anwendungsfall Handy, welches auch nach wenigen Tagen leer ist. Hier lohnt es sich jedoch nur einen Powerstation anzuschaffen, wenn der Anwender Fotos, Videos machen oder Musik hören möchte, da Funkmasken und Internet (z.B. für Telefonie und Navigation) bei einem Blackout nicht funktionieren werden.

Powerstations als Notstromversorgung

Powerstations als Notstromvorsorge machen Sinn um einzelne Geräte wie z.B. den Kühlschrank, Licht oder auch die Dieselheizung bzw. den Pelletofen mit Strom zu versorgen um diese Geräte im Energiesparprogramm eine Zeit lang (auch nachts leise) zu betreiben. Hier machen vor allem die großen Solargeneratoren Sinn, da diese an entsprechend großen Solarmodule angeschlossen werden können. Dies ist nötig, da selbst große Module im typischen deutschen Winter, nur sehr wenig elektrische Leistung erzeugen. (Bei kleinen Solargeneratoren und wenig Modulleistung ist es sogar möglich, dass der Standby-Verbrauch der Powerstation während des Ladens größer ist als Solar nachgeladen wird und sich die Powerstation beim Ladeversuch entlädt.)

Benzingeneratoren als Notstromversorgung

Für die Basis-Notstromvorsorge sind prinzipiell die günstigen, lauten, dreckigen Benzingeneratoren im Winter besser geeignet. Diese kosten nur 200-600€ und erzeugen Sonnenunabhängig Strom. Ob die neidischen Nachbarn sich über Lärm und Abgasbelastung beschweren, hängt vermutlich davon ab, ob Sie Ihren Strom teilen.

Dieselgeneratoren zur Notstromversorgung

Dieselgeneratoren sind prinzipiell effektiver und haben einen wesentlich höheren Wirkungsgrad, diese müssen jedoch in der Regel mit einer internen Batterie und Vorglühen gestartet werden. Da Stromausfälle selten vorkommen und die regelmäßige Wartung meist vernachlässigt wird, kommt es oft vor, dass genau dann die interne Batterie defekt ist oder der Diesel schlecht geworden ist. Weiterhin sind Dieselgeneratoren vielfach teurer in der Anschaffung.

Ein Bericht über das Interview, natürlich bildtypisch gewohnt faktenlos, finden Sie nachfolgend, Fragen zu dem Thema beantworten wir gerne fachgerecht ehrlich in den Kommentaren:

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/blackout-staedte-boss-warnt-vor-flaechendeckenden-stromausfaellen-81281486.bild.html

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