Heute erhielten wir folgende interessante Anfrage, die ggf. noch für andere Nutzer interessant ist. Die Fossibot Powerstations zeichnen sich durch einen besonders niedrigen Anschaffungspreis aus, was sie bei vielen beliebt macht. Wir selbst haben die Fossibot Powerstations noch nicht getestet, da wir auffallend häufig Anfragen bekamen, ob wir diese ggf. reparieren können oder als defekt ankaufen möchten. (Die Nutzer bekamen Ersatz von Fossibot und sollten die defekten Powerstations scheinbar behalten – wussten aber nicht wie sie sie wieder loswerden oder entsorgen können.)

Wir erachten Powerstations auf Grund des hohen gespeicherten Energiegehalts immer als potentiell gefährlich und konzentrieren uns deshalb auf die führenden Anbieter, die ihre Qualität bewiesen haben und auch ausreichende Ressourcen haben, wenn Schäden auftreten. Ob eine Powerstation teuer ist definiert sich über die Jahre der Laufzeit und nicht über den Anschaffungspreis.

Nun aber zur eigentlichen Frage, die ggf. auch anderen Nutzern weiterhilft:

Hallo,

habe z. Z. eine Fossibot F2400 LiFePO4 Powerstation im Betrieb die eine Solarladung von 12 V-48 V/15 A, maximal 500W hat.

Die angeschlossenen Panels haben eine unterschiedliche Ausrichtung (leider ist keine optimale Südausrichtung möglich) und schaffen bei guten Sonnentagen im Juni maximal ca. 310W Eingangsleistung im Akku.

Angeschlossen sind 3 Panels mit insgesamt :500W

2 Panels mit 150W

•           Max. Versorgungsspannung: 18,11 V
•           Max. Leistungsstrom: 8,28 A
•           Leerlaufspannung: 22,48 V
•           Kurzschlussstrom: 8,79 A
•           Zellwirkungsgrad: 18,9%
•           Leistungstoleranz: ± 3%

1 Panel mit 200W

•           max. Spannung(Vmp): 18,10V –
•           Max. Strom(Imp): 11,06A –
•           Leerlaufspannung(Voc): 20,25V –
•           Kurzschlussstrom(Isc): 12,68A –
•           Max. Systemspannung: 1000VDC –
•           Betriebstemperatur.: -45°C bis +85°C –

Frage:

Könnte ich evtl. noch ein weiters Panel mit 150W anschließen, da z. Z. die max. Eingangsleistung von 500W meiner Powerstation momentan nicht erreicht wird?

Vielen Dank für die Rückantwort.

Unsere Antwort:

Generell ist es immer sehr ungeeignet unterschiedliche Panels zusammen zu schalten, da dies immer mit Verlustleistung verbunden ist. Das schwächste Panel dominiert das System. Die unterschiedliche Ausrichtung kann eine weitere Ursache sein.

Ggf. mal probieren wie die Leistung mit nur den 2 gleichen (gleich ausgerichteten) Panels ist? (Könnte vllt. schon 260-280 Watt sein)

Prinzipiell kannst Du weitere Panels anschließen, solange die maximale Eingangsspannung nicht überschritten wird.

Es kann aber durchaus sein, dass sich die Situation dennoch nicht wesentlich verbessern wird, durch die unterschiedlichen Module. Die optimale Lösung wäre gleiche Module und möglichst gleiche Ausrichtung.

In der Praxis wird die Maximal Eingangsleistung dennoch selten erreicht. Es ist auch nicht sonderlich gut, die Powerstation dauerhaft am oberen Limit zu betreiben, da die Wärmeabfuhr häufig zum Problem wird, was zu wesentlich mehr thermischen Verschleiß und kürzerer Lebensdauer führt.

Weitere Fragen beantworten wir gerne in den Kommentaren:

3 Meinungen zu “Wie erreicht man die maximale solare Eingangsleistung bei einer Fossibot mit unterschiedlichen Solarmodulen?

  1. Wolfgang Schönig sagt:

    Hallo Seb!
    Ich will mir so eine Powerstation kaufen. Leider ist das Angebot sehr unübersichtlich, ich schwanke zwischen Fossibot 2400, Ecoflow Delta 2 und bluetti AC200max . Über Bluetti habe ich mittlerweile allerdings nichts gutes bezüglich Kundendienst/Service gelesen. Bei den beiden anderen gar nichts darüber gefunden.
    Technisch bin ich sehr begrenzt, wahrscheinlich wäre ich nicht in der Lage da was zu reparieren.
    Und bei den hohen Anschaffungskosten muß ich vorher alles mögliche Abwägen.
    Leider habe ich bisher auch keinen brauchbaren Vergleichstest gefunden.
    Kannst du mir da einen Rat geben?
    Grüße Wolle

    • Seb sagt:

      Wunderschönen guten Morgen Wolle,

      sehr interessante Frage, die ich gerne beantworten möchte:
      1. Fossibot 2400 ist ein sehr günstiges Gerät mit großem Speicher, was wir derzeit nicht vertreiben, aber schon einige Nachfragen hatten, weil es wohl häufiger Defekte gibt (Entweder sofort bei Auslieferung oder nach wenigen Wochen Betrieb). Die wo es funktioniert sind happy und sehr zufrieden weil die Geräte so günstig sind.

      2. die Delta 2 ist ein sehr leichtes (teils etwas lautes Gerät) mit einem relativ kleinen Akku (verdoppelbar durch Erweiterungsakku), dafür aber ultramobil und ideal fürs Camping. Durch das Ecoflow Softwaresystem, lässt sich das Gerät sehr gut fernsteuern mit App und co und mit der neuen Powerstream auch zu Hause ideal in ein Balkonkraftwerk integrieren. (das ist aktuell führend aber Bluetti arbeitet an einem ähnlichen System)

      3. Die Bluetti AC200Max ist mit 26kg ein gerade so noch tragbares, dafür aber dafür auf über 8kwh erweiterbares Gerät. Das ist für Leute die viel Energie speichern möchten (Z.B. zu Hause) viel Solar anschließen wollen (z.B. große Womos oder zu Hause).

      Die Fossibot 2400 und die Bluetti AC200Max sind sich ähnlich von der Leistung und Speicher, die Delta 2 ist halb so schwer und eher ultramobil um sie statt Verlängerungskabel überall hinzutragen.

      Fossibot scheint scheinbar gar keinen Service zu haben, weswegen die Leute bei uns anrufen. Dafür schicken Sie aber wohl Ersatzgeräte zügig raus überlassen es aber dem Kunden die defekten Geräte als Gefahrgut zu entsorgen.

      Ecoflow hat einen sehr guten Kundenservice inzwischen, die hatten aber auch viele Probleme mit den kleinen Powerstations und Software, so dass die Großkunden von denen ordentlich Druck gemacht haben.

      Die Bluetti gehen relativ selten kaputt, aber wenn sie kaputt gehen ist es in der Tat etwas langwieriger mit dem Service da viel von China aus gemacht wird und die Antwortzeiten lang sind.

      Laien sollten an den Powerstations am Besten gar nichts reparieren. Die Geräte sind potentiell so gefährlich wie einen Benzinkanister in der Wohnung zu lagern. Wenn es einen großen Fehler gibt muss die gespeicherte Energie irgendwo hin und das äußert sich bei LiFePo4 Akkus in Rauch und Hitze. Ähnlich wie die bekannten Fahrradakkubrände, nur brennen , explodieren die LiFePo4 Akkus der Geräte nicht (so stark)

      Wenn bei uns jemand anfragt, stellen wir zunächst folgende Fragen um ein Gerät zu empfehlen.
      1. Was soll wie lange betrieben werden?
      2. Was ist das leistungsstärkste Gerät?
      3. Mit wieviel Watt kann, soll solar geladen werden?

      Sonnige Grüße

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