Die Erlaubnis zur Nutzung von eFoils hängt stark von den lokalen Gesetzen und Vorschriften ab, die sich von Land zu Land und sogar von Gewässer zu Gewässer unterscheiden können. Hier sind einige spezifische Hinweise für verschiedene Regionen:

Deutschland

In Deutschland gibt es unterschiedliche Regelungen für Binnen- und Küstengewässer:

  1. Binnengewässer:
    • Zulassung und Kennzeichnung: eFoils ähnlich wie Boote zugelassen und gekennzeichnet werden.
    • Führerscheinpflicht: Es ist kein Sportbootführerschein erforderlich da die Leistung des eFoils weit unter 15 PS (11,03 kW) liegt.
    • Lokal spezifische Vorschriften: Viele Binnengewässer haben spezielle Regelungen. Zum Beispiel sind auf vielen bayerischen Seen motorisierte Wassersportgeräte nur eingeschränkt erlaubt oder ganz verboten.
    • Da die neuen efoil bords, aktuell wie ein Motorboot betrachtet werden, ist das (eigenständige) Fahren, Steuern theoretisch nur Personen über 16 Jahre gestattet.
  2. Küstengewässer:
    • Nord- und Ostsee: In Küstengewässern gibt es oft weniger Einschränkungen, aber auch hier sollten Sie sich vorab über lokale Regelungen informieren. Häfen und Naturschutzgebiete können spezielle Einschränkungen haben.

Österreich

In Österreich gelten ähnliche Regelungen wie in Deutschland:

  • Zulassung und Kennzeichnung: eFoils müssen oft zugelassen und gekennzeichnet werden.
  • Führerscheinpflicht: Je nach Leistung des eFoils kann ein Führerschein erforderlich sein.
  • Gewässerspezifische Regelungen: Einige Seen, wie der Wolfgangsee oder der Wörthersee, haben spezifische Vorschriften für motorisierte Wassersportgeräte.

Italien

In Italien sind die regionalen Vorschriften auch zu beachten:

  • Zulassung und Kennzeichnung: eFoils müssen einzeln zugelassen sein oder als Tender von Yachten gewertet werden können.
  • Nutzung von efoils am Meer: Vom Strand in Italien gibt es Schwimmzonen die 100-300 Meter ins Meer rein gehen, häufig mit Bojen gekennzeichnet. In diesen Zonen ist der Betrieb von Motoren nicht erlaubt. Der Efoiler muss also ohne Antrieb, diese Zone erst schwimmend verlassen um mit dem Foilen beginnen zu können. Fernab von Schwimmern drauf legen und sich langsam rausfahren lassen, wurde geduldet ist – jedoch im Personenschadensfall sicherlich besonders erschwerend.

Schweiz

In der Schweiz sind die Regelungen sehr unterschiedlich:

  • Zulassung und Kennzeichnung: eFoils müssen je nach Kanton zugelassen werden.
  • Führerscheinpflicht: Auch hier kann ein Führerschein erforderlich sein, abhängig von der Leistung des Geräts.
  • Lokal spezifische Vorschriften: Auf vielen Schweizer Seen sind jedoch motorisierte Wassersportgeräte eingeschränkt oder komplett verboten.

USA

In den USA variieren die Regelungen stark von Bundesstaat zu Bundesstaat:

  • Zulassung und Kennzeichnung: Viele Bundesstaaten verlangen eine Registrierung von eFoils.
  • Führerscheinpflicht: In einigen Bundesstaaten ist ein Führerschein erforderlich.
  • Lokal spezifische Vorschriften: Besonders in Naturschutzgebieten und stark frequentierten Erholungsgebieten gibt es oft strenge Vorschriften.

Allgemeine Empfehlungen

  • Recherche vor Ort: Es ist ratsam, sich vor dem Einsatz eines eFoils bei den örtlichen Behörden oder Hafenmeistern über die aktuellen Regelungen zu informieren.
  • Sicherheitsvorschriften beachten: Tragen Sie immer eine Schwimmweste und halten Sie sich an die Sicherheitsvorschriften für Wassersportler.
  • Respekt für Umwelt und andere Fahrzeuge, Nutzer: Achten Sie auf Umweltschutzbestimmungen und verhalten Sie sich rücksichtsvoll gegenüber anderen Wassersportlern und halten Sie maximalen Abstand von Schwimmern und der gewerblichen Schifffahrt.

Efoiling ist ein neuer Sport und es gibt deswegen bisher kaum direkte gesetzliche Bestimmungen und Richtlinien. Auch der Wasserschutzpolizei ist das Thema efoil juristisch noch fremd. (Wir haben Wasserschutzpolizisten in unseren Einführungskursen testen lassen und entsprechende technische Fragen beantwortet.) Fakt ist: Die Wasserschutzpolizei wird efoils streng beobachten und rücksichtsloses oder gar gefährliches Verhalten umgehend sanktionieren.

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