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PWM Solarregler für kleine Solarsysteme

Der günstigere PWM Regler wirkt quasi wie ein Schalter der die Spannung der Solarmodule auf die Batterien runterschaltet.  Die PWM Regler können bei zu viel Solarleistung (zu viele Module) beschädigt werden. Auch ist es wichtig immer erst die Batterie und dann die Solarmodule anzuklemmen. 

Die meisten größeren PWM Solarregler (20A-40A) können bei 12 Volt Systemen maximal 30 Volt Solarmodul Eingangsspannung und bei 24 Volt Systemen 55 Volt Solare Eingangsspannung vertragen bei i.d.R. maximal 400 Watt Gesamteingangsleistung.

Diese bedeutet, das maximal 2 Solarmodule in Reihe und der Rest parallel geschaltet werden muss um die Eingangsspannung niedrig zu halten. 

Dies bedeutet in der Praxis, dass z.B. schon 4*100 Watt Solarmodule parallel geschaltet in einem 12 Volt System über 30 Ampere Stromfluss in den Leitungen zum Solarregler produzieren. Dies bedeutet, dass die Leitungen einen großen Durchmesser (8-10mm2 = teuer)  haben müssen um die Wärmeverluste zu vermindern. Weiterhin verfügen die meisten Solarmodule standardmäßig über MC4 Stecker. Um diese parallel zu verbinden, gibt es sogenannte MC4 Abzweigstecker (Y Stecker) um entsprechende parallele Schaltungen zu bauen. Diese parallelen Abzweigstecker sind jedoch in der Regel auf 20A bis maximal 40 Ampere limitiert um nicht zu überhitzen. Um die  Brandgefahr des Gesamtsystem zu minimieren sollten also in keinem Fall mehr als 400 Watt Systeme mit einem günstigen PWM Regler betrieben werden.

Weiterhin verfügen die meisten PWM Regler nicht über einen Temperatursensor, der für die günstigen Blei-Säurebatterien benötigt wird um diese in warmen Umgebungen nicht zu überhitzen. 

Fazit zu PWM Solarreglern: 

PWM Solarregler eignen sich für kleine günstige, kompakte Systeme mit wenig Leistung (unter 400 Watt) und kurze Kabelstrecken. Sind die Solarmodule weiter vom Solarregler entfernt ist es oft günstiger einen MPPT Regler zu kaufen, als in dickere teure Solarkabel zu investieren.

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